Die Red Hots in Dresden

6 07 2007

Nun ja. Vorgestern Abend waren wir mit ein paar Freunden in Dresden auf dem Konzert der Red Hot Chili Peppers.
Eigentlich eine der besten Bands der Neuzeit. Das Konzert war auch klasse und wir hatten eine Menge Spaß, aber ich muss doch etwas bemängeln.

Arroganz. Ja, und das von einer Band, von der ich immer dachte, dass sie ihre Fans lieben. Ok, zumindest leben sie ja von ihnen. Ein kurzes “Hallo Dresden!” zu Beginn und ein kurzes “Goodbye Dresden!” am Ende, das wars. Nichts mit Interaktionen mit dem Publikum oder sowas wie “We’re so happy to be here tonight!”. Nö.
Nach 85 Minuten war der Spaß auch schon zu Ende. Noch nichtmal der Applaus und die Zurufe von 20000 begeisterten Fans haben sie wieder auf die Bühne gelockt.
Da haben sich My Chemical Romance als Vorband schon mehr Mühe gegeben.

Was ich auch sehr gut fand, war der Versuch mit dem afrikanischen “Soweto Gospel Chor” ein bisschen multikulturellen Flair in die von Rechtsextremismus geprägte sächsische Hauptstadt zu bringen.

Der einzige Wehrmutstropfen, der mir noch nachlastet, ist der Auspuff meines Autos. Den hats nämlich während der Rückfahrt auf der Autobahn zerhaun’. Und ich hab bei weitem nicht genug Geld für eine Reparatur…


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4 Antworten zu “Die Red Hots in Dresden”

6 07 2007
das_sascha (15:05:30) :

[...] die von Rechtsextremismus geprägte sächsische Hauptstadt [...]

Bitte was? Naja, soo schlimm ist es nun auch wieder nicht. Da ist es in Prina, der Rest Sächsischen Schweitz, in der Lausitz, oder in anderen Ländlichen Gebieten aber schlimmer. Klar, Dresden hat schon einen großen Anteil Rechtsextremismus, aber man kann’s auch übertreiben in den Darstellungen… So sehr geprägt ist die Stadt dadurch nicht. Wenn sie das wäre, würde bestimmt auch endlich mehr dagegen gemacht. Aber so stört es ja niemanden, dass Mitten in der Innenstadt - am Postplatz - ein Kleidungsladen von Rechts für Rechts ist. Thor Steinar, wem das was sagt…

6 07 2007
leimar (15:41:53) :

Ja, ich kenn auch genug Leute die das tragen. “Aufm Dorf” noch weiter östlich in Sachsen ist das noch ein ganzes Stück schlimmer, glaub mir. Und es sind hier (Dorf) bei weitem bei weitem nicht nur Jugendliche - die meisten sind über 40. Aber naja, ist ein anderes Thema.
Wollte mit meiner Darstellung natürlich nicht übertreiben oder so. Vielleicht war es auch der Versuch einen Grund zu finden, warum als Vorband eine recht wenig zum Stil der Peppers passende Vorband eingeladen wird. Dennoch war die Musik vom Gospelchor echt klasse (Schade nur, dass der Applaus für sie so verhalten ausfiel).

6 07 2007
leimar (16:15:04) :

Mit der von Rechtsextremismus geprägten Hauptstadt meinte ich nicht unbedingt irgendwelche Übergriffe oder ähnliches. Mir ging es dabei eher um den Ruf von Dresden, welcher vor allem unter dem Einzug der NPD im Landtag sehr gelitten hat. (Und das, obwohl die NPD-Abgeordneten meines Erachtens nach nicht sehr viel Negatives bewirkt haben)

17 09 2007
protectyourstyle (13:10:54) :

gut geschrieben! interesant zu lesen!

gruß
ps

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