Jahresrückblick

31 12 2007

Heut ist der 31.12.2007.
Kurz nach 5 Uhr nachmittags. In einer knappen Stunde gehts auf nach Dresden, zu einer WG-Silvester-Mottoparty. Bisher waren eigentlich die Parties meiner Freunde allesamt echt genial. Aber heute habe ich absolut gar keine Lust.
Das mag wohl daran liegen, dass dieses Jahr echt Scheisse war.
Kurzer Rückblick (stichpunktartig):

- Studium Scheisse
- Job Scheisse
- Ex-Freundin hat was mit nem (mittlerweile ehemals) besten Kumpel angefangen (natürlich hab ichs wieder an meinem Geburstag erfahren)
- totales Schrottauto gekauft (und mittlerweile den Antrieb ausgetauscht)
- zu oft und zu viel Alkohol (ich trink echt fast jeden Tag Bier mittlerweile…)
- das GANZE Jahr KEINEN Sex (jedenfalls nicht mit einer anderen Person)
- Vordiplompüfung bestanden (wohl der einzige positive Punkt)
- erfahren, dass meine Großmutter (wohnt im selben Haus) künftig invalide ist, und das Haus rollstuhlfahrergerecht umgebaut werden muss)
- meine Glatze vergrößert sich zunehmends (und das mit 22!!!)
- 6 Kilo zugenommen

So……das wars so ziemlich.
Ich geh jetzt was essen und dann irgendwelche Hippiesachen für die Mottoparty raussuchen.

Hoffentlich wird nächstes Jahr besser……langsam sinkt meine Motivation ins Bodenlose.





Lords of the Boards

5 08 2007

Am Freitag waren wir in der Snowtropolis Indoor Skihalle in Senftenberg.

Und das passiert, wenn man einen fetten Trick machen will und sich in der Luft umentscheidet.





Der Bunker

13 07 2007

Es gibt da so einen Ort, an welchem sich einige Jugendliche aus der Nachbarschaft immer treffen.
Dieser Ort hat den liebevollen Namen “Bunker”. Die Jugendlichen aus der Nachbarschaft sind ein paar Freunde zwischen 18 und 25 Jahren einschließlich meiner Wenigkeit.
Vor nunmehr anderthalb Jahren hatten wir die grandiose Idee, einen alten Bungalow auf dem Grundstück der Eltern eines Kumpels nach unseren Bedürfnissen einzurichten. Hauptsächlich ging es uns damals um einen warmen Platz für die kalte Jahreszeit. Seitdem haben wir unzählige Stunden arbeitet in diesen Ort gesteckt. Wir haben Wände eingerissen, Fenster ein- und ausgebaut, neue Wände gemauert (oder heißt das “gemäuert”?), für Wärme und Elektrizität gesorgt und sogar Gardinen angebracht. Noch zu erwähnen ist das 6m² große Grafitti an der Wand.
Damit es nicht so langweilig wird haben wir u.a. einen (großen) Fernseher, einen Kickertisch, einen Nintendo Gamecube, einen DVD-Player, eine Satellitenanlage (DVB-S), diverse Gesellschaftsspiele (erwähnenswert sei hier das Bierspiel), einen wirklich schicken Glastisch, einen Athlon XP 1600+ Rechner mit 25 GB Musik und viele viele Aschenbecher.
Jeder musste ein kleines bisschen opfern (Geld oder Einrichtungsgegenstände), damit aus diesem 20m²-Raum ein kleines Paradies wird.
Oft, sehr oft werden Parties, welche die Nachbarn zur Weissglut bringen, gefeiert. Hinter einem Sofa befindet sich die sogenannte “Deckelecke”, ein Bereich in dem sich ca. 8.000-10.000 Bierdeckel in Sofalehnenhöhe gesammelt haben.
Fast jeden Abend sitzen die Hartgesottenen (meistens Schota und ich) in diesem Raum. Ungefähr 3 Googol Filme haben wir bereits auf dem DVD-Player zusammen gesehen - wenn nicht sogar das Doppelte (Anm.: ich weiß sehr wohl, dass es physikalisch unmöglich ist, mehr Filme gesehen zu haben als es Elementarteilchen im Universum gibt).
Sehr einprägsam ist auch die Luft da drin. Immer, wenn das erste mal am Tag der Raum betreten wird, steigt einem so ein typischer “Dorfjugendclubgeruch” - eine Mischung aus kaltem Zigarettenrauch und abgestandenem Bier - in die Nase.
Doch man fühlt sich trotzdem wohl im “Bunker” .
Nicht wegen dem verrauchten Ambiente, nicht wegen der Technik die da rumsteht, nicht wegen dem Bier was es dort gibt, sondern einzig und allein wegen den Freunden die man dort trifft.

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Die Red Hots in Dresden

6 07 2007

Nun ja. Vorgestern Abend waren wir mit ein paar Freunden in Dresden auf dem Konzert der Red Hot Chili Peppers.
Eigentlich eine der besten Bands der Neuzeit. Das Konzert war auch klasse und wir hatten eine Menge Spaß, aber ich muss doch etwas bemängeln.

Arroganz. Ja, und das von einer Band, von der ich immer dachte, dass sie ihre Fans lieben. Ok, zumindest leben sie ja von ihnen. Ein kurzes “Hallo Dresden!” zu Beginn und ein kurzes “Goodbye Dresden!” am Ende, das wars. Nichts mit Interaktionen mit dem Publikum oder sowas wie “We’re so happy to be here tonight!”. Nö.
Nach 85 Minuten war der Spaß auch schon zu Ende. Noch nichtmal der Applaus und die Zurufe von 20000 begeisterten Fans haben sie wieder auf die Bühne gelockt.
Da haben sich My Chemical Romance als Vorband schon mehr Mühe gegeben.

Was ich auch sehr gut fand, war der Versuch mit dem afrikanischen “Soweto Gospel Chor” ein bisschen multikulturellen Flair in die von Rechtsextremismus geprägte sächsische Hauptstadt zu bringen.

Der einzige Wehrmutstropfen, der mir noch nachlastet, ist der Auspuff meines Autos. Den hats nämlich während der Rückfahrt auf der Autobahn zerhaun’. Und ich hab bei weitem nicht genug Geld für eine Reparatur…