Bürojob

17 07 2007

So ein Bürojob ist schon was Feines.
Sicherlich würden sich die meisten Menschen freuen, wenn sie bei Wind und Wetter im gemütlichen Büro sitzen können. Doch manchmal, aber nur manchmal ist es echt schrecklich.
Zum Beispiel, wenn man in einer Firma arbeitet, in der es keine klimatisierten Büros gibt. Hier drinnen sind es (schätzungsweise) 35°. Durch die Rechner im Raum erhöht sich die Temperatur kontinuierlich bis zum Feierabend. Früh sind es meistens noch “angenehme” 26° im Raum, gegen Feierabend 10° mehr.
Richtig schlimm ist es, wenn es nachts noch 30° waren. So wie heute. Man betritt den Raum und es sind am frühen Morgen schon unerträglich. Man sitzt da, kann sich kein Stück konzentrieren und schwitzt vom (körperlichen) Nichtstun. Ich habe verdammte Kopfschmerzen und mir ist abartig warm. Ich will jetzt sofort nach Hause und mich in den Pool schmeißen. Sofort!

Bei dem Wetter 10 Stunden vorm Rechner sitzen ist echt eine ganz schöne Belastung…

Ich beneide die Leute, die entweder Urlaub, Ferien, Hitzefrei oder klimatisierte Büros haben.

Mein Ventilator ist kaputt. Scheisse.





Der Bunker

13 07 2007

Es gibt da so einen Ort, an welchem sich einige Jugendliche aus der Nachbarschaft immer treffen.
Dieser Ort hat den liebevollen Namen “Bunker”. Die Jugendlichen aus der Nachbarschaft sind ein paar Freunde zwischen 18 und 25 Jahren einschließlich meiner Wenigkeit.
Vor nunmehr anderthalb Jahren hatten wir die grandiose Idee, einen alten Bungalow auf dem Grundstück der Eltern eines Kumpels nach unseren Bedürfnissen einzurichten. Hauptsächlich ging es uns damals um einen warmen Platz für die kalte Jahreszeit. Seitdem haben wir unzählige Stunden arbeitet in diesen Ort gesteckt. Wir haben Wände eingerissen, Fenster ein- und ausgebaut, neue Wände gemauert (oder heißt das “gemäuert”?), für Wärme und Elektrizität gesorgt und sogar Gardinen angebracht. Noch zu erwähnen ist das 6m² große Grafitti an der Wand.
Damit es nicht so langweilig wird haben wir u.a. einen (großen) Fernseher, einen Kickertisch, einen Nintendo Gamecube, einen DVD-Player, eine Satellitenanlage (DVB-S), diverse Gesellschaftsspiele (erwähnenswert sei hier das Bierspiel), einen wirklich schicken Glastisch, einen Athlon XP 1600+ Rechner mit 25 GB Musik und viele viele Aschenbecher.
Jeder musste ein kleines bisschen opfern (Geld oder Einrichtungsgegenstände), damit aus diesem 20m²-Raum ein kleines Paradies wird.
Oft, sehr oft werden Parties, welche die Nachbarn zur Weissglut bringen, gefeiert. Hinter einem Sofa befindet sich die sogenannte “Deckelecke”, ein Bereich in dem sich ca. 8.000-10.000 Bierdeckel in Sofalehnenhöhe gesammelt haben.
Fast jeden Abend sitzen die Hartgesottenen (meistens Schota und ich) in diesem Raum. Ungefähr 3 Googol Filme haben wir bereits auf dem DVD-Player zusammen gesehen - wenn nicht sogar das Doppelte (Anm.: ich weiß sehr wohl, dass es physikalisch unmöglich ist, mehr Filme gesehen zu haben als es Elementarteilchen im Universum gibt).
Sehr einprägsam ist auch die Luft da drin. Immer, wenn das erste mal am Tag der Raum betreten wird, steigt einem so ein typischer “Dorfjugendclubgeruch” - eine Mischung aus kaltem Zigarettenrauch und abgestandenem Bier - in die Nase.
Doch man fühlt sich trotzdem wohl im “Bunker” .
Nicht wegen dem verrauchten Ambiente, nicht wegen der Technik die da rumsteht, nicht wegen dem Bier was es dort gibt, sondern einzig und allein wegen den Freunden die man dort trifft.

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iPhone vs. Neo1973

13 07 2007

Selbstverständlich will ich den Rummel um das iPhone nicht verstärken. In meinen Augen ist es ein völlig überteuertes Produkt, das nur durch diverse Marketingkampagnen zum “Renner” wurde.
Eins steht fest: ich werde es mir nicht kaufen. Sicher hat es seine Vorteile: es sieht absolut geil aus, hat 4 bzw. 8 GB Speicher und einen schicken Touchscreen. Doch wirklich neu ist nichts an dem Ding. Weder die Bedienungsweise, noch die Funktionalitäten. Am meisten stört mich jedoch der Preis. Da muss ich mich für 450 Lappen (und damit meine ich europäische Lappen, nicht amerikanische) ausgerechnet an T-Mobile binden?

Da finde ich das Konzept des “Neo1973″ um Welten besser. Das ist zur geplanten Markteinführung im Herbst dem iPhone technisch überlegen und kostet momentan als Entwicklertestversion gerade mal 300 Lappen (und diesmal mein ich amerikanische, das entspricht ca. 217,68 europäischen Lappen). Und das ohne irgendeine Vertragsbindung. Warum das so billig ist? OpenSource Entwicklung à la Linux und keine millionenteuren Marketingmaßnahmen machen es möglich. Der Clou: man hat vollen Zugriff auf die Handy-Hardware und kann sich ohne große Probleme eigene Software fürs Handy schreiben. Außerdem gibts noch AGPS, WLAN und einen Touchscreen mit 283 dpi. Da kann das iPhone preislich, sowie leistungsmäßig einpacken.

Einziger Nachteil: das iPhone ist schöner als das Neo1973.





Microsofts MSDN

13 07 2007

Ich bin mir recht sicher, dass die meisten von euch recht zufrieden mit Mircosoft sind.
Vom Prinzip her bin ich das ja eigentlich auch. Windows Vista ist meiner Meinung nach wirklich gelungen. Die Stimmen, welche einem ständig von allen Seiten zurufen “Niemals ein neues BS nach so kurzer Zeit installieren! Das ist doch nicht sicher! Da läuft noch nichts drauf!” liegen daneben. Eine Firma wird ja wohl nicht umsonst 10.000 Programmierer über 5 Jahre hinweg an einem Betriebssystem arbeiten lassen. Persönlich benutze ich Vista nun mittlerweile seit Ende Oktober 2006 (seit dem Release Candidate 2) auf meinem Laptop und habe bisher keine wirklichen Probleme gehabt. Noch nichteinmal Treiber musste ich bisher installieren. Wie sah gleich noch ein Bluescreen aus?
Aber darum gehts mir hier nicht.

Microsoft ist trotzdem Scheisse. Jawohl. Scheisse. Wer jemals versucht hat in Microsofts hauseigener MSDN etwas Brauchbares zu finden, der kann wohl auch ein Lied davon singen. Sei es die Anzeigequalität der “mspx”-Seiten (schon der Name “mspx” macht mich rasend, das heißt “aspx”; aber egal, weil beides das gleiche und dazu noch von Microsoft ist) in Nicht-Microsoft-Browsern ist schrecklich. Da geht kein Scrollrad und das tolle Navigationsmenü am linken Bildrand wird, je nach Tageslaune, mal geladen und mal nicht. Und eine ungefähr 3m lange “mspx”-Seite zum runterscrollen ohne Mausrad ist ja wohl das Allerletzte. Wenn man die so große Fülle an .NET Funktionen Tag für Tag in der MSDN zusammensuchen muss, da wird man wahnsinnig. Von der “Suche” (die “” sind bewusst gesetzt!) ganz zu schweigen.
Die alternative sind Foren und Blogs von und für Programmierer. Doch da das passende zu finden ist schwierig. Entweder man kann durch gezielte Suche sein Wunschthema finden (sehr, sehr unwahrscheinlich), oder man stellt eine Frage und wartet 5 Stunden auf eine Antwort.
Also entweder den halben Tag in der MSDN rumwühlen, oder den halben Tag auf eine Antwort im Forum warten.
Wenn Microsoft so dermaßen viel Geld in Dinge wie Windows Vista investieren kann, dann sind ja wohl auch ein paar Millionen Dollar für eine ordentliche Online-Entwicklerbibliothek drin. Wirklich.





Grundgesetz für Schäuble

12 07 2007

Echt eine sinnvolle Aktion. Was der Typ vorhat, geht echt zu weit.





Die Mietpreise der DDR und was mit ihnen verbunden ist

9 07 2007

In einem anderen Blog ging es neulich in den Kommentaren um die Mietpreise der DDR.
Dort habe ich etwas gesagt, was einer genaueren Erklärung bedarf.
Es ging dabei um ein Argument, welches mein VWL Dozent einmal gebracht hatte. Oberflächlich betrachtet, scheint es ein Argument für die DDR zu sein, dass die Mietpreise über 30 Jahre lang durch staatliche Hilfen konstant gehalten wurden. Warum das so war? “Die Mietpreise dürfen nicht steigen.” war das Paradigma der damaligen Regierung. Für die Bürger nicht schlecht, aber für einen Staat untragbar. Über eine so großen Zeitraum steigen logischerweise eine Vielzahl von Kosten. Personalkosten (wegen steigenden Löhnen -> ja, die gabs auch in der DDR sagen Mami und Papi) und Unterhaltskosten (für Reinigungsmittel, Elektrizität, Heizkosten, Wasser, etc.) zum Beispiel. Und selbst wenn es “nicht die Schuld” der DDR war, dass die Preise stiegen, so konnte das niemand beeinflussen. Am Weltmarkt steigen immer die Preise, sei es für natürliche Rohstoffe oder die eben erwähnten Lohnkosten. Aber selbst die DDR war auf ausländische Waren angewiesen. Somit lässt sich eine Preissteigerung im Inland nicht verhindern. Vielleicht mag das volkswirtschaftlich nicht vollständig und korrekt sein was ich hier anführe, aber es ist nachvollziehbar.
Und mal ganz ehrlich: die DDR hat nicht funktioniert und war letztenendes völlig pleite. Klingt vielleicht abwertend, entspricht aber der Realität. Das System der damaligen DDR an sich ist enorm sozial und für die Bevölkerung angenehm (Gespräche mit “Zeitzeugen” - Eltern). Aber es hat ganz einfach nicht funktioniert.
Hiermit möchte ich noch einmal anmerken, dass dieser Eintrag nicht wissenschaftlich korrekt ist (dessen bin ich mir auch bewusst). Ich wollte jetzt auch nicht alles in dem Kommentaren des anderen Beitrages Gesagte analysieren.





Vordiplomprüfung!

9 07 2007

Ah!!!

Heut war der große Tag. Um 11:15 gings los. Die Stunden vorher waren grässlich. Das böse Erwachen um 7:30, dann noch 2 Stunden etwas lernen, die Präsentationen durchgehen und ihnen den letzten Feinschliff verpassen. Nen schicken Anzug (in dem noch die Eintrittskarten vom Abi-Ball 2005 liegen) anziehen, 3 Kaffee reinwürgen weil der Schlaf letzte Nacht nicht wirklich gut war.
Ein halbe Stunde im BA-Gebäude rumsitzen und abwarten. Kurz bevor ich dran war, kam eine sichtlich enttäuschte ( =weinende) junge Dame aus dem Prüfungsraum. Tolle Einstimmung.

Präsentation gehalten, eine wirklich kinderleichte DV-Frage über Datenbanken gezogen, dazu eine weniger tolle BWL-Frage über die Aufgabe der Abgrenzungsrechnung. Die beiden Fragen beantwortet (”versucht Antworten zusammenzustammeln” wäre passender) und nach 40 Minuten raus vor die Tür, um auf das Ergebnis zu warten.

2,5!!! Ist ja total geil! Ich meine, ich war mit meiner Leistung absolut nicht zufrieden (war noch nie so aufgeregt, hab nur gestammelt) und hätte mich selbst wohl durchfallen lassen. Aber so schlecht kanns dann ja wohl doch nicht gewesen sein. Ein absolut gelungener Abklang für den ganzen Stress, der mich die letzten 4 Wochen auf Arbeit und durch das viele Lernen so dermaßen belastet hat.

Ich mach’ mir jetzt ein leckeres Beck’s auf und lehne mich erstmal gemütlich zurück…

Geil.